Instant Messaging in Unternehmen

Als schnelle und unkomplizierte Kommunikationsform ist Instant Messaging aus dem Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Der Austausch von Kurznachrichten vereinfacht die Zusammenarbeit, beschleunigt Arbeitsabläufe und steigert die Produktivität. Kein anderes Medium erfreut sich so grosser Beliebtheit.

Risiken konventioneller Chat-Lösungen
Oft werden datenschutzrechtlich bedenkliche Chat-Apps für die geschäftliche Kommunikation eingesetzt – vielfach unter dem Radar, als sogenannte «Schatten-IT». Messenger wie WhatsApp bergen etliche Risiken:

  • Es muss uneingeschränkter Zugriff auf Nutzerdaten (z.B. Kontaktdaten, Metadaten, Geodaten etc.) gewährt werden
  • Auch Dritte können Zugriff auf diese Daten erlangen
  • Die eingesetzte Verschlüsselung ist nicht nachvollziehbar
  • Es bestehen keine Möglichkeiten der Administration und Nutzerverwaltung
  • Die gesetzlichen Datenschutzvorgaben werden nicht eingehalten
  • Es findet keine klare Trennung zwischen privater und geschäftlicher Kommunikation statt

Die Datenschutz-Anforderungen an Chat-Lösungen sind mit der Einführung des neuen Datenschutzgesetzes (DSGVO) nochmals deutlich ansteigen. Höchste Zeit, geeignete Massnahmen zu ergreifen.

Das FZI Forschungszentrum Informatik hat im November 2021 eine umfangreiche rechtswissenschaftliche Studie zur betrieblichen Verwendung von Messenger-Diensten sowie einen hilfreichen Praxisleitfaden veröffentlicht, s. Blogeintrag.