Anonymität – der ultimative Privatsphäreschutz

7. März 2019
Anonymität – der ultimative Privatsphäreschutz

Herkömmliche Chat-Dienste identifizieren ihre Nutzer anhand der Telefonnummer. Da eine Telefonnummer grundsätzlich auf die Identität ihres Inhabers schliessen lässt, ist es nicht möglich, solche Dienste anonym zu verwenden. Doch weshalb ist das ein Nachteil? Wozu soll Anonymität gut sein, wenn man bloss mit Freunden kommuniziert, die einen persönlich kennen?

Um diese Fragen zu beantworten, sind zwei Arten der Anonymität zu unterscheiden:

  1. Anonymität gegenüber dem Kommunikationspartner – «horizontale Anonymität»
  2. Anonymität gegenüber dem Kommunikationsdienst – «vertikale Anonymität»

Threema gewährleistet beide Ausprägungen der Anonymität:

  1. Anstelle einer Telefonnummer dient bei Threema die sogenannte «Threema-ID» zur Identifizierung. Dabei handelt es sich um eine achtstellige Zeichenfolge, die auf dem Zufallsprinzip basiert und keine Rückschlüsse auf die Identität des Inhabers zulässt. Das erlaubt, mit einem fremden Gesprächspartner zu kommunizieren, ohne ihm die eigene Identität zu offenbaren.
  2. Das Hinterlegen von personenbezogenen Daten (Telefonnummer und E-Mail-Adresse) ist bei Threema freiwillig. Für Threema als Dienstbetreiber ist es somit von vornherein unmöglich, die Identität eines Nutzers zu kennen, wenn dieser weder Telefonnummer noch E-Mail-Adresse hinterlegt.

Anonymität auf Ebene der Kommunikationspartner ermöglicht, sich mit Gleichgesinnten in Gruppenchats auszutauschen, ohne dabei seine Identität offenzulegen. Aufgrund der zunehmenden Zensur in sozialen Medien gewinnt dieser Anwendungsfall zusehends an Bedeutung. Ein anderes typisches Szenario ist die Verwendung von Threema als Whistleblowing-Kanal, und es gibt z.B. auch Kirchen, die Threema als «digitalen Beichtstuhl» einsetzen.

Horizontale Anonymität mag nicht für alle Threema-Nutzer von gleich grosser Bedeutung sein. Die Möglichkeit, gegenüber Threema anonym zu bleiben, ist hingegen für alle Nutzer relevant. Denn jeder einzelne kann selbst entscheiden, ob er von diesem Privatsphäre-Feature Gebrauch macht oder nicht.

Wenn Sie gegenüber allen Internet-Diensten, die Sie verwenden, Ihre Identität preisgeben, lässt sich durch Kombination der jeweiligen Nutzerdaten ein umfassendes Bild Ihrer Online-Aktivitäten erstellen. Nur, wenn Sie gegenüber einem Dienstbetreiber anonym bleiben, können Sie wirklich sicher sein, dass die betreffenden Daten nicht mit Ihren Nutzerdaten aus anderen Quellen zusammengeführt und zu Werbe- oder anderen Zwecken missbraucht werden.

Falls Sie entscheiden, zwecks Auffindbarkeit Ihre Threema-ID mit Ihrer Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zu verknüpfen, werden diese Daten sicher und verschlüsselt auf dem Threema-Server gespeichert. Wenn Sie aber von vornherein keine personenbezogenen Daten preisgeben, ist Ihre Anonymität garantiert und Ihre Privatsphäre bestmöglich geschützt. Denn solange jemandes Identität unbekannt ist, kann dessen Privatsphäre nicht verletzt werden; deshalb ist Anonymität der ultimative Privatsphäreschutz. Kurzum: Anonymität ist für Privatsphäre, was Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Sicherheit ist.