Threema Libre: Vollständige Unabhängigkeit von Google-Diensten

Nach der Einführung von Threema Push, womit sich Threema uneingeschränkt ohne Googles Push-Dienst verwenden lässt, gehen wir nun mit Threema Libre nochmals einen Schritt weiter: Diese Threema-Version für Android ist von Grund auf frei von jeglichen proprietären Abhängigkeiten und ab sofort über den alternativen App-Store F-Droid verfügbar.

In Threema Libre gibt es keine einzige Zeile Code, die eine proprietäre Softwarebibliothek von Google oder anderen Drittanbietern voraussetzt. So kommt z.B. zur Benachrichtigung ausschliesslich Threema Push zum Einsatz, und ein Fallback auf Googles Push-Dienst ist von vornherein unmöglich. Weil Threema Libre auch Reproducible Builds unterstützt, ist verhältnismässig einfach nachprüfbar, dass in der installierten App ein Datenabfluss zu Google ausgeschlossen ist. Und da der gesamte Code inkl. aller verwendeten Softwarekomponenten quelloffen ist, lässt sich die App als Ganzes vollständig durchleuchten.

Benutzer von Google-freien Android-Varianten haben somit die Möglichkeit, Threema sorgenfrei über F-Droid zu installieren und die App mit dessen Update-Management auf dem neuesten Stand zu halten.

Um Threema Libre über F-Droid herunterzuladen, ist das Hinzufügen von Threemas F-Droid-Repository erforderlich. Einzelheiten sind in diesem FAQ-Eintrag zu finden.

Versteckte Kamera: Eiscreme mit persönlichen Daten bezahlen

Welchen Jahrgang haben Sie? Wie lautet Ihre Telefonnummer? Wie heisst Ihre beste Freundin? Würden Sie solch persönliche Fragen beantworten, wenn Sie dafür an einem heissen Sommertag ein kostenloses Eis erhalten? Wir haben auf dem Sechseläutenplatz in Zürich mit versteckter Kamera getestet, wie viel die Passanten für ein Gratiseis preisgeben. Das Resultat ist ebenso amüsant wie aufschlussreich:

Die überwiegende Mehrheit der Passanten war sichtlich irritiert ob der persönlichen Fragen, und nahezu niemand hat sie anstandslos beantwortet. Doch gleichzeitig geben im Internet nach wie vor unzählige Nutzer bereitwillig und allem Anschein nach bedenkenlos dieselben persönlichen Angaben gegenüber Tech-Konzernen preis, um im Gegenzug Online-Dienste kostenlos zu nutzen.

Dass etwas kostenlos ist, heisst aber noch lange nicht, dass es auch umsonst ist. Die erhobenen Daten sind nämlich weit mehr wert als auf den ersten Blick erkennbar, denn sie erlauben den beteiligten Tech-Konzernen, detaillierte Nutzerprofile anzulegen und diese für den Verkauf von zielgerichteten Werbeanzeigen zu nutzen – was ihnen eine Menge Geld einspielt. Für Datenschutz und Privatsphäre zu zahlen, lohnt sich also in jedem Fall.

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Threema Push für Android

Threema Push ist die neue Antwort auf die alte Frage, wie sich Threema für Android ohne Googles proprietären Push-Dienst verwenden lässt. Für die überwiegende Mehrheit der Nutzer wird sich diese Frage zwar kaum stellen, doch insbesondere für Nutzer von Google-freien Android-Varianten wie /e/OS stellt Threema Push eine bahnbrechende Neuerung dar. Denn ab sofort ist es möglich, Threema ohne Google-Dienste zu verwenden und dabei die volle Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit beizubehalten.

Wenn sich Threema für Android im Hintergrund befindet, wird standardmässig Googles vorinstallierter (und privilegierter) Push-Dienst verwendet, um die App über eingehende Nachrichten zu informieren. Der Payload der Push-Benachrichtigungen ist leer und keinerlei Kontakt- oder Nachrichtendetails werden über diesen Kanal übertragen, rein hypothetisch könnte jedoch das sogenannte «Push Token» (ein Identifikator, der auf die Ziel-App auf dem betreffenden Gerät verweist) dazu dienen, einen Zusammenhang zwischen einem gegebenen Threema-Nutzer und dessen Google-Konto herzustellen. Aus diesem Grund war es bisher bereits möglich, auf Threemas Polling-Funktion zurückzugreifen, statt Googles Push-Dienst zu verwenden.

Beim Polling wurde im Hintergrund periodisch eine Verbindung zum Threema-Server hergestellt, um neue Nachrichten abzurufen. Dadurch wurden die Nachrichten jedoch in aller Regel zeitlich verzögert auf dem Smartphone empfangen, und eingehende Anrufe anzunehmen, war erst gar nicht (bzw. nur bei geöffneter App) möglich.

Dank Threema Push gehören diese Unannehmlichkeiten der Vergangenheit an. Bei Threema Push, welches Polling ersetzt, wird im Hintergrund eine Verbindung zum Threema-Server offen gehalten, wodurch neue Nachrichten unverzüglich auf dem Handy eintreffen und sich Anrufe auch bei geschlossener App entgegennehmen lassen. Fortan können Sie also Threema frei von Google-Diensten nutzen, ohne dabei auf das «Instant» in «Instant Messaging» verzichten zu müssen.

Wie Threema Push zu aktivieren ist und was es dabei zu beachten gilt, ist den FAQs zu entnehmen. Im Änderungsprotokoll erfahren Sie, welche weiteren Neuerungen Threema 4.7 für Android mit sich bringt.

Messenger-Vergleich der Stiftung Warentest: Eine verpasste Chance

Die Stiftung Warentest publizierte gestern einen umfassenden Messenger-Test, der 16 Chat-Apps miteinander vergleicht. Das Ergebnis in der Rubrik «Schutz der Privatsphäre» ist nicht nur überraschend und befremdend, sondern geradezu bizarr.

Nicht genug, dass «Schutz der Privatsphäre» nur mit mageren 30% gewichtet ist. Aufgrund nicht genannter formaljuristischer Mängel an der Datenschutzerklärung wird diese Rubrik grundsätzlich abgewertet, so dass Datenschutz im Endergebnis keine nennenswerte Berücksichtigung mehr findet. Dadurch leidet die Aussagekraft des Vergleichs erheblich.

Zwar erwähnt die Stiftung Warentest am Rande, dass Threema als einziger Dienst ohne Angabe personenbezogener Daten nutzbar ist, doch dieses «Privacy by Design»-Kriterium fliesst aus unerfindlichen Gründen nicht in die Benotung ein. Dabei ist die Möglichkeit anonymer Nutzung der wichtigste Privatsphäre-Aspekt überhaupt, denn nur dort, wo erst gar keine Daten anfallen, können auch garantiert keine missbraucht werden.

Genauso wenig wie «Privacy by Design» wird Metadaten, Quelloffenheit und unabhängigen Sicherheits-Audits Beachtung geschenkt. Doch dass ein Hersteller angibt, die übermittelten Nachrichten seien Ende-zu-Ende-verschlüsselt, hat noch keinen Wert, solange sich das nicht von unabhängiger Seite überprüfen lässt.

Während hinsichtlich Sicherheit und Datenschutz etliche unverzichtbare Aspekte aussen vor bleiben, erhalten weniger relevante Punkte wie die formaljuristische Bündigkeit der Datenschutzerklärung unverhältnismässig grosses Gewicht und verzerren das an sich schon getrübte Testergebnis so weit, dass auch die letzte Aussagekraft verloren geht. Auch die formal vorbildlichste Datenschutzerklärung kann mangelhafte Sicherheit nicht kompensieren.

Allem Anschein nach hat die Komplexität der Materie zu diesem unausgewogenen und fragwürdigen Ergebnis geführt. Das ist besonders bedauerlich, weil an sich schon nicht einfach zu vermitteln ist, wie gravierend die Privatsphäre-Unterschiede zwischen verschiedenen Chat-Apps sind, und sich viele Anwender von Marketing-Botschaften der Tech-Giganten beschwichtigen lassen.

Glücklicherweise gibt es neben diesem (und unserem eigenen) noch eine ganze Reihe weiterer Messenger-Vergleiche, welche die vielfältigen Unterschiede zwischen den zahlreichen Diensten differenziert und sachkundig herausarbeiten, z.B. messenger-matrix.de und securemessagingapps.com.

WhatsApp und der Rohstoff des 21. Jahrhunderts

Letztes Jahr stand WhatsApp von allen Seiten unter heftiger Kritik wegen umstrittenen und der Privatsphäre abträglichen Änderungen der Nutzungsbedingungen. Nun inszeniert sich der Messaging-Dienst aus dem Hause Meta (ehemals «Facebook») in einer breit angelegten Marketing-Kampagne als Hüter der Privatsphäre. Eine grobe Einordnung.

SMS als tiefer Vergleichswert

In den Werbevideos, die WhatsApp diese Woche veröffentlicht hat, begleiten die Zuschauer einen nonchalanten Postboten, der auf seiner Tour verdutzten Empfängern Briefe und Pakete überbringt, welche bereits geöffnet sind. Die unmissverständliche Botschaft: Wer SMS-Nachrichten verschickt, gibt unweigerlich seine Privatsphäre preis, wer hingegen WhatsApp nutzt, dessen Privatsphäre ist dank Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bestens geschützt.

Auf den ersten Blick mag diese Herleitung nicht unplausibel erscheinen, doch sie beruht auf einem verkürzten Datenschutz-Verständnis, das bloss Inhalte berücksichtigt, Metadaten komplett ausblendet und mögliche Motive für Privatsphäre-Eingriffe unterschlägt. Selbstverständlich ist Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einer unverschlüsselten Nachrichten-Übertragung vorzuziehen. Doch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung allein garantiert noch lange keinen ernstzunehmenden Privatsphäre-Schutz.

Nutzerdaten: Der Rohstoff des 21. Jahrhunderts

Wie Facebook und Instagram setzt auch WhatsApp die Angabe personenbezogener Daten (insb. der Telefonnummer) voraus. Das ermöglicht Meta, Benutzer über verschiedene Dienste hinweg zu identifizieren und die Nutzerdaten der einzelnen Dienste zu umfassenden Profilen zusammenzuführen. Hinzu kommen weitere Datenquellen wie z.B. das Facebook-Plugin, welches Daten ausserhalb von Metas Diensten abgreifen und Aufschluss über das Surf-Verhalten von Internet-Nutzern geben kann.

Durch die systematische Sammlung von Nutzerdaten aus unterschiedlichen Quellen lässt sich ein so detailliertes Bild der einzelnen Nutzer zeichnen, wie es durch reine Chat-Inhalte kaum möglich wäre. Chat-Metadaten (wer kommuniziert wann mit wem etc.) ergeben bei der Nutzung von WhatsApp ein umfassendes und aufschlussreiches Beziehungsnetz («social graph»). Aus Facebook- und Instagram-Likes lassen sich nicht nur unmittelbare Interessen und Vorlieben der jeweiligen Nutzer ablesen, sondern auch weiterführende Informationen ableiten, wie z.B. Alters- und Einkommensklasse, Familienstand oder die sexuelle Orientierung. In Kombination können die einzeln gewonnenen Informationen mit dem Beziehungsnetz und Eigenschaften von engen Kontakten abgeglichen und ergänzt werden, was zu noch tieferen Einsichten und einem noch aussagekräftigeren Gesamtbild führt.

Metadaten sind zudem verlässlicher und einfacher zu verarbeiten als die ihnen zugrundeliegenden Inhalte. Edward Snowden drückte es einmal so aus:

Metadaten sind ausserordentlich invasiv. Als Analyst würde ich lieber Metadaten als Inhalte ansehen, weil das schneller und einfacher ist und sie nicht lügen.

Eine Frage des Geschäftsmodells

Der Grund, weshalb Meta unnachgiebig Nutzerdaten sammelt, ist untrennbar mit dem Geschäftsmodell des Tech-Giganten verknüpft. In typischer Silicon Valley-Manier bietet Meta seine Dienste kostenlos an und finanziert sie mittels zielgerichteter Werbung. Je mehr Meta über seine Nutzer weiss, umso zielgerichteter kann ihnen Werbung angezeigt werden. Je zielgerichteter Werbung angezeigt wird, desto kleiner ist der sogenannte «Streuverlust», umso teurer lassen sich Werbeflächen verkaufen und umso grösser ist Metas Profit.

Aufgrund des Geschäftsmodells hat Meta bzw. WhatsApp also ein vitales Interesse daran, möglichst viele und möglichst aufschlussreiche Nutzerdaten zu sammeln, was mit konsequentem Privatsphäre-Schutz absolut unvereinbar ist. Dass die Nachrichten bei WhatsApp (laut Meta) Ende-zu-Ende-verschlüsselt übertragen werden, ist ein Vorteil gegenüber SMS, aber insgesamt ein schwacher Trost.

SMS und WhatsApp haben gemeinsam, dass beide nicht mit besonderem Augenmerk auf Sicherheit und Datenschutz entwickelt wurden. Wie WhatsApp im Vergleich zu einem Messenger wie Threema abschneidet, welcher von Grund auf mit Hinblick auf Sicherheit und Datenschutz konzipiert wurde, ist dieser Gegenüberstellung zu entnehmen.

Datenschutzwoche: Setzen Sie ein Zeichen mit Ihrem Profilbild

Heute beginnt die Datenschutzwoche, welche am Freitag, 28. Januar, im Data Privacy Day ihren krönenden Abschluss findet. Ziel der Aktionswoche ist es, die Öffentlichkeit für Privatsphäre-Schutz im digitalen Raum zu sensibilisieren und Internet-Nutzer zu ermutigen, ihr Recht auf Privatsphäre wahrzunehmen.

Machen Sie mit!

Setzen Sie ein Zeichen für Datenschutz, und bringen Sie auf Ihrem Profilbild in Chat-Apps und auf Sozialen Netzwerken das #RegainPrivacy-Banner an. Signalisieren Sie Ihrem Umfeld, dass Ihnen Datenschutz am Herzen liegt und Sie Massenüberwachung durch Behörden und Vermarktung von Nutzerdaten durch Tech-Giganten ablehnen:

Hier #RegainPrivacy-Profilbild erstellen →

Hintergrund

Der Datenschutztag ist ein internationaler Aktionstag, der 2008 vom Europarat (nicht zu verwechseln mit dem Europäischen Rat) ins Leben gerufen wurde und seither alljährlich am 28. Januar stattfindet.

Dieses Datum wurde gewählt, weil der Europarat am 28. Januar 1981 die «Konvention 108» zur Unterzeichnung auflegte, welche das erste international verbindliche Abkommen zum Schutz personenbezogener Daten darstellt und als Vorläufer der EU-Datenschutz-Grundverordnung angesehen werden kann.

Seit 2008 nutzen verschiedenste Organisationen (sowohl staatliche als auch regierungsunabhängige), Bildungseinrichtungen und Unternehmen diesen Anlass, um für konsequenten Datenschutz zu plädieren und auf die inhärenten Gefahren systematischer Datenerhebung durch Tech-Konzerne und staatliche Stellen hinzuweisen.

Zum einen ist Privatsphäre ein grundlegendes Menschenrecht, das intrinsischen Wert hat. Zum anderen ist sie ein unverzichtbarer Eckpfeiler demokratischer Gesellschaften. Und zu guter Letzt ist völlig unabsehbar, welche Rückschlüsse über einzelne Individuen mit Hilfe der ungeheuren Datenmengen und neuer Technologien wie der künstlichen Intelligenz in Zukunft möglich sein werden.

Ohne Browser am Computer chatten

Mit Threema Web lässt sich Threema seit geraumer Zeit bequem und ohne Sicherheitseinbusse vom Desktop aus nutzen. Jetzt wird das Chatten am Computer noch ein Stück angenehmer.

Dank der neuen Desktop-App brauchen Sie Threema künftig nicht mehr im Browser zu suchen und mühsam zwischen verschiedenen Tabs hin und her zu wechseln, sondern Sie haben Ihren Lieblingsmessenger stets im Dock oder über den App-Switcher griffbereit. Wer regelmässig Kurznachrichten am Computer austauscht, wird diese Vereinfachung zu schätzen wissen, sie erleichtert das Chatten erheblich.

Die Desktop-Lösung basiert auf Threema Web und ist ab sofort für macOS, Windows und Linux verfügbar. Wie beim Web-Client wird eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Verbindung zum Mobilgerät hergestellt, und Threema für Desktop deckt selbstverständlich den gesamten Funktionsumfang von Threema Web ab.

In Sachen Sicherheit übertrifft der neue Desktop-Client sogar den hohen Standard der bewährten Web-Lösung. Denn einerseits besteht keine Möglichkeit, dass Browser-Plugins Schwachstellen einführen, und andererseits wäre es für Angreifer noch schwieriger, den App-Code zu manipulieren, da er nicht bei jeder Sitzung von einem Server abgerufen, sondern lokal beim Nutzer gespeichert wird.

Laden Sie die Desktop-App jetzt für Ihr Betriebssystem herunter:

Zu den Downloads →

Ausblick: Threema 2.0 für Desktop

Das nächste grosse Update der Desktop-App wird eine von Grund auf überarbeitete Benutzeroberfläche mit sich bringen und auf einer völlig neuen Architektur beruhen. Dank Multi-Device-Funktionalität wird dann keine aktive Verbindung mit dem Mobilgerät mehr nötig sein, d.h., mit dem 2.0-Update lässt sich die App selbst bei ausgeschaltetem Handy nutzen.

Die Entwicklung der Multi-Device-Technologie läuft auf Hochtouren, erweist sich jedoch als zeitaufwendiger als vorhergesehen. Etliche Hürden sind überwunden, doch es gibt noch einiges zu tun. Der sichere Weg ist selten der einfache, und was Sicherheit und Datenschutz angeht, sind wir a priori nicht kompromissbereit. Dadurch verzögert sich leider die Veröffentlichung der angekündigten Multi-Device-Lösung, wofür wir um Verständnis bitten.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und werden Ende Jahr weiter über den Entwicklungsstand von Threema 2.0 für Desktop informieren.

Update 30.12.2021: Die Entwicklung von Threema 2.0 für Desktop ist auf gutem Kurs, es steht allerdings noch einiges an Arbeit bevor. Gegenwärtig sind wir damit beschäftigt, Frontend und Backend zusammenzuführen. Ein kleiner Vorgeschmack auf die neue Benutzeroberfläche ist auf Twitter zu finden.

Threema für Android führt Privatsphäre-Einstellungen pro Kontakt ein

Mit dem neuesten Update erhält Threemas Android-App eine nützliche Funktion, die es erlaubt, Privatsphäre-Einstellungen für einzelne Kontakte anzupassen.

Nicht alle Sachverhalte sind schwarz-weiss, und manche Entscheidungen im Leben lassen sich schlicht nicht pauschal fällen. So mag es z.B. bei gewissen Kontakten erwünscht sein, Lesebestätigungen zu senden, bei anderen hingegen nicht.

Aus diesem Grund besteht neu die Möglichkeit, bei Privatsphäre-Einstellungen zu differenzieren: Statt entweder jedem oder gar keinem Kontakt Lesebestätigungen zu senden, können Sie bei einzelnen Kontakten Ausnahmen festlegen. Dasselbe gilt für die «Melden, wenn ich tippe»-Einstellung.

Angenommen, Sie haben Lesebestätigungen global deaktiviert (unter «⋮ > Einstellungen > Privatsphäre > Bestätigungen»), möchten sie aber einem besonderen Kontakt senden, so öffnen Sie einfach die entsprechenden Kontaktdetails und setzen dort «Lesebestätigungen senden» auf «Senden». Damit wird die globale Einstellung überschrieben, und niemand ausser dem auserwählten Kontakt erhält Lesebestätigungen.

Alle Einzelheiten zu Threema 4.57 für Android finden Sie im Änderungsprotokoll.

Threema für iOS wird kontaktspezifische Privatsphäre-Einstellungen mit einem kommenden Update einführen.

Threema OnPrem: Maximale Sicherheit dank Self-Hosting

Threema Work hat sich als Goldstandard unter den sicheren Messaging-Apps für Organisationen etabliert. Namhafte Konzerne aus aller Welt setzen auf die bewährte Schweizer Chat-Lösung, um Unternehmensdaten zu schützen und volle Datenschutz-Konformität zu gewährleisten. Mit Threema Work nutzen Mitarbeiter die effizienzsteigernden Vorzüge von Instant Messaging, ohne auf nicht DSGVO-konforme Chat-Dienste aus dem Privatumfeld zurückgreifen zu müssen.

Threema OnPrem hebt nun die Sicherheit und Vertraulichkeit von Enterprise Messaging weiter an – und erreicht das absolute Höchstmass. Die neue Self-Hosting-Lösung erlaubt Organisationen mit aussergewöhnlichen Sicherheitsanforderungen, Threema auf dem eigenen Unternehmensserver zu betreiben. Das bedeutet totale Datenhoheit sowie komplette und alleinige Kontrolle über jegliche Aspekte der Kommunikationsanwendung. Nicht nur der Nachrichtenversand erfolgt über den betriebsinternen Server, auch die Administrationsumgebung ist selbstgehostet, wobei Threema OnPrem den vollen Funktionsumfang von Threema Work abdeckt.

Aus der Kombination von Threemas bewährter Sicherheitsarchitektur mit uneingeschränkter Datenhoheit resultiert eine unabhängige Chat-Umgebung, die an Vertraulichkeit nicht zu übertreffen ist. Threema OnPrem-Instanzen sind völlig eigenständig und in keiner Weise mit Threemas Infrastruktur verbunden. So ist Threema OnPrem prädestiniert für den professionellen Einsatz in Industriebetrieben und Behörden, bei Polizei und Justiz sowie überall, wo höchste Sicherheit und grösstmögliche Vertraulichkeit geboten oder sensible Daten im Spiel sind.

Mehr über Threema OnPrem erfahren

Warum Threema statt WhatsApp?

Am 15. Mai wird WhatsApp seine neuen Nutzungsbedingungen durchsetzen. Die Änderungen sind auf breite Ablehnung gestossen und haben neben einer Welle der Entrüstung auch eine neue Grundsatzdebatte über Datenschutz bei Messaging-Diensten ausgelöst.

Unzählige WhatsApp-Nutzer haben die Kontroverse zum Anlass genommen, sich von Facebooks umstrittenem Chat-Dienst loszusagen und der Verwertung ihrer Nutzerdaten Einhalt zu gebieten.

Die Einsicht, dass Privatsphäre einen unschätzbaren Wert und Gratis-Dienste oft einen hohen Preis haben, verbreitet sich immer weiter. Mehr Internet-Nutzer denn je sind heute bereit, einmalig einen kleinen Geldbetrag für einen Dienst zu bezahlen, statt kontinuierlich die eigene Privatsphäre preiszugeben.

Diese Entwicklungen haben seit Anfang Jahr bereits über eine Million neue Nutzer zu Threema geführt. Für die verbleibenden WhatsApp-Nutzer haben wir hier die wichtigsten Gründe zusammengefasst, die dafür sprechen, auf Threema umzusteigen, statt WhatsApps neue Nutzungsbedingungen zu akzeptieren:

Warum Threema statt WhatsApp?

Kommunikationstools für Unternehmen: Der grosse Vergleich

Geschäftliche Kommunikation besteht zu immer grösseren Teilen aus Instant Messaging. Die beliebte Kommunikationsform bringt zahlreiche Vorteile – erhöhte Erreichbarkeit, direkte Kommunikationswege und kurze Reaktionszeiten –, doch stellt Unternehmen vor eine Herausforderung: die Wahl der passenden Messaging-Lösung.

Chat-Apps aus dem Privatumfeld sind für geschäftliche Zwecke ungeeignet, da sie keine Möglichkeit der Administration und Nutzerverwaltung bieten. Zudem fehlen Business-Funktionen, und oft lassen Sicherheit und Datenschutz zu wünschen übrig. Mittlerweile gibt es jedoch eine Vielzahl von Kommunikationsdiensten, welche sich an den Bedürfnissen von Unternehmen orientieren und die sich grob in drei Kategorien einteilen lassen:

  • Sichere Instant Messenger: Stashcat, Teamwire, Threema Work, Wickr und Wire
  • Kollaborationstools: Google Chat und MS Teams
  • Engagement-Apps: Beekeeper und Staffbase

Um aufzuzeigen, inwiefern sich die verschiedenen Ansätze voneinander unterscheiden, haben wir einen umfassenden Vergleich zusammengestellt, der die wesentlichen Unterschiede zum Vorschein bringt und deutlich macht, welcher Dienst welchen Anforderungen genügt.

Die Gegenüberstellung bestätigt: Auch bei Unternehmen, die bereits ein Kollaborationstool oder eine Engagement-App einsetzen, führt kein Weg an einem sicheren Instant Messenger vorbei. Denn für den Austausch sensitiver Firmendaten sind Dienste wie MS Teams oder Staffbase schlicht zu unsicher. Überdies erfüllen sie nicht das Bedürfnis der Angestellten nach einer intuitiven Anwendung, die leicht zu bedienen und bzgl. Handhabung und Features mit Apps wie Threema oder WhatsApp vergleichbar ist.

Doch selbst unter den vermeintlich sicheren Business-Messengern treten in den Bereichen Sicherheit und Datenschutz erhebliche Unterschiede zutage, die verdeutlichen, dass nicht alle Apps aus demselben Holz geschnitzt sind. Verschaffen Sie sich selbst einen Eindruck:

Vergleich von Kommunikationstools für Unternehmen

Threema 4.5 für Android: Neue Features in Hülle und Fülle

Threema 4.5 für Android: Neue Features in Hülle und Fülle

Threemas Android-App erhält ein umfangreiches Update, das vor neuen Features strotzt und zahlreiche Verbesserungen beinhaltet. Zu den Highlights zählen die globale Suche, die integrierte Medien-Galerie und die optionale Bildersuche, welche auf einer lokalen und somit datenschutzkonformen Bilderkennung basiert.

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Datenschutztag 2021: Ein Reminder für den EU-Rat

Heute ist Datenschutztag. Dieser Aktionstag wurde auf Initiative des Europarats ins Leben gerufen, um Sensibilität für Datenschutz zu schaffen und auf die Gefahren schwindender Privatsphäre hinzuweisen.

Seit Lancierung des Datenschutztags im Jahr 2007 hat eine anhaltende Flut haarsträubender Datenschutz-Skandale den Internet-Nutzern schmerzlich vor Augen geführt, wie verletzlich ihre Privatsphäre im digitalen Raum ist.

Als positive Folge dieser Vorfälle verbreitet sich allmählich die Einsicht, dass auch die Privatsphäre derer schützenswert ist, die «nichts zu verbergen haben». Der gewaltige Zulauf, den Threema derzeit aufgrund der Kontroverse um WhatsApps Datenschutzerklärung erfährt, ist ein eindrücklicher Beleg dieses Umdenkens.

Nachdem immer weitere Teile der Internet-Gemeinschaft ihr Recht auf Privatsphäre durch die Nutzung verschlüsselter Dienste wie Threema wahrnehmen, stellt der EU-Rat dieses Grundrecht in Frage, indem er die Verschlüsselung sicherer Internet-Dienste aufweichen möchte.

In folgendem Statement legen wir gemeinsam mit ProtonMail, Tresorit und Tutanota dar, weshalb eine Unterwanderung sicherer Dienste nicht bloss verfehlt, sondern auch kontraproduktiv und gefährlich ist, und wir fordern den EU-Rat auf, sich auf den Leitgedanken des Datenschutztags zu besinnen und die zentrale Bedeutung von Privatsphäre für Demokratie anzuerkennen:

Reminder für den EU-Rat (PDF)

Threema für iOS: Grössere Gruppen und mehr

Die neueste Threema-Version für iOS enthält verschiedene kleine Verbesserungen. Zum Beispiel lassen sich nun Gruppen mit bis zu 256 Mitgliedern erstellen, und neu sind jegliche Nachrichtentypen zitierbar – auch Bilder, Sprachnachrichten und Standorte.

Alle Einzelheiten zum 4.6.4-Update finden Sie im Änderungsprotokoll.

In Threema für Android werden sich mit dem kommenden Update ebenfalls Gruppen mit bis zu 256 Mitgliedern erstellen lassen.

Mehr Kontakte, als Sie vielleicht denken, nutzen Threema bereits – und so werden es noch mehr

Wer einen Messaging-Dienst verwendet, fragt sich unweigerlich, welche Kontakte darüber erreichbar sind. Bei herkömmlichen Chat-Apps genügt ein Blick in die Kontaktliste, um diese Frage abschliessend zu beantworten. Bei Threema, wo Privatsphäre an oberster Stelle steht und kein Zwang zur Preisgabe der Telefonnummer herrscht, verrät die Kontaktliste nicht unbedingt alles.

Messenger wie WhatsApp oder Signal verwenden die Telefonnummer zur Identifikation ihrer Nutzer. Telefonnummern sind personenbezogene Daten, die grundsätzlich Rückschluss auf die Identität ihrer Inhaber zulassen. Deshalb dient bei Threema eine zufällige Zeichenfolge – die «Threema-ID» – zur Identifikation, und die Angabe der Telefonnummer ist freiwillig.

In Threemas Kontaktliste erscheinen somit nur die Kontakte automatisch, welche eine Telefonnummer mit ihrer Threema-ID verknüpft haben.

Es gibt verschiedene Gründe, Threema anonym zu verwenden und seine ID nicht mit einer Telefonnummer zu verknüpfen. Da rund 30% aller Nutzer Threema auf diese Weise einsetzen, gibt es vermutlich auch unter Ihren Kontakten solche, die noch nicht in Threema auftauchen.

So holen Sie noch mehr Kontakte ins Threema-Boot

Senden Sie Freunden, die in der Threema-Kontaktliste noch fehlen, Ihren individuellen Share Link, und fügen Sie diesen z.B. Ihrer E-Mail-Signatur hinzu. Wer Threema noch nicht verwendet, kann damit direkt die App herunterladen und dann sicher mit Ihnen kommunizieren.

Noch ein Tipp: Falls Sie sich noch nicht ganz von bedenklichen Instant Messengern losgesagt haben, verwenden Sie dieses Profilbild, um auf Ihre bevorzugte Chat-App hinzuweisen:

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